| Kann ein Grabner Trimaran kentern? |
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| Geschrieben von: Herbert Pesendorfer |
| Freitag, den 23. Oktober 2009 um 17:23 Uhr |
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Also suchte ich eine Möglichkeit, die Fragen zu beantworten und lud einen Freund ein, der die folgenden Manöver im Bild festhielt. Wir starteten am 26. August 2009 am Wolfgangsee. Der Wind war nicht besonders stark - da gab es schon öfter mehr. Für dieses Vorhaben räumten wir alles aus dem Boot, was wir nach dem Kentern wieder zusammensuchen müssten. Quer zum Wind versuchten wir, das Boot zum Kentern zu bewegen. Ich war sehr erstaunt, wie lange das Boot unserem Vorhaben widerstand. Die Besatzung lehnte sich auf der Leeseite weit hinaus, sodass der Schwimmer vollständig untergetaucht war. Trotzem ... keine Chance. Erst als wir das Gewicht soweit verlagern konnten, dass bereits das Alurohr (es verbindet das Boot mit dem Schwert und dem Schwimmer) zur Hälfte eingetaucht war, kenterte das Boot fast in Zeitlupe. Wie erwartet kenterete es aber auch gleich durch, da wir kein Kenterschutzkissen am Mast befestigt hatten (und auch keines besitzen ;-) ). Erst auf den Fotos fiel mir auf, dass das Boot während dem Kentern wie eine Robbe aussieht, bis sie dann am Rücken "Kiel" oben liegt. Endlich! Nun begann der erste Versuch, das Boot wieder aufzurichten. Zuerst tauchten wir unter das Boot und lösten alle Klemmen, damit die Segel nach dem Aufrichten wieder frei sind. Das Schwert auf der Luvseite klappte rastete ich in oberer Stellung ein, damit ich besseren Zugang zum Bootsrumpf bekam und stellte mich auf den Schwimmer. Gut, unter meinem Gewicht neigte sich das Boot mir langsam zu. Am gegenüberliegenden Schwert bekam ich guten Halt und das Boot richtete sich mühelos - aber durch den Wasserwiderstand am Segel - langsam auf. Mit einem leisen Platsch steht das Boot wieder - und zwar fast perfekt gelenzt. Und wie lange hat das nun gedauert? Ohne Eile stand das Boot innerhalb von zwei Minuten wieder. Wir hatten damit so viel Spaß, dass wir noch ein paar Rollen und Purzelbäume mit dem Boot geschlagen haben. Interessant fand ich die Beobachtung, dass eine gewebliche Schiffsführerin nachgefragt hat, ob wir Hilfe bräuchten, was ich dankend verneinen konnte. Eine Sacher allerdings ist schief gegangen - wie vorher auch befürchtet. Bei einem Kenterversuch habe ich die Wassertiefe falsch eingeschätzt und den Verklicker eingebüßt. Ich werde einmal nachfragen, ob die Firma Grabner einen roten oder schwarzen übrig hat ;-)
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 23. Oktober 2009 um 20:24 Uhr |